Das Sankt-Pauli-Stift, unser Wochenendhaus in Struppen

Neues aus Struppen

Sommer, Sonne Struppen: Philosophieren unterm Sternenhimmel

von Florian Gau

Es wird sonnig und warm - der Sommer kündigt sich an. Was gibt es Schöneres, als die ersten Tage im Mai unter freiem Sternenhimmel in Struppen zu verbringen? In gemütlicher Runde ging es für die Studierenden der KSG raus zum ersten Philosophie-Wochenende. Bei jeder Gelegenheit wurde über die großen und kleinen Fragen des Lebens debattiert: Was macht eigentlich Freundschaft aus? Wie geht "wahre Liebe"?

Gemeinsam mit Philister:innen haben wir am Samstagabend im Lehmofen Pizza gebacken und viele schöne Momente erlebt: Nicht nur der Sonnenuntergang, auch die Sound-Installation am Abend unter freiem Himmel waren einmalige Erlebnisse!

Der Abschied vom Struppenhaus am Sonntag viel den Meisten sehr schwer, weil es so schön war - aber die gute Nachricht ist: Wir können uns auf viele weitere schöne Momente in Struppen freuen! Mehr Infos im Kalender :)

Erster Meilenstein 2026: Die neue Lernoase ist fertig!

von Florian Gau

Normalerweise zählt Lernen nicht zu den beliebtesten Dingen, die man tut, wenn die Eltern nicht zu Hause sind. Anders ist das in der KSG: Da verlässt der Pater die KSG im Sommer 2025 und den KSGlern fällt nichts Besseres ein, als in Struppen mehr für die Uni zu lernen. Spaß beseite: Bei den Gemeindeabenden im Sommersemester 2025 zur Zukunft des St. Pauli-Stifts wurde häufig der Wunsch geäußert, Freizeit in Struppen stärker mit Studieren zu verbinden. So lassen sich die Belegungszahlen vom St. Pauli-Stift (wieder) steigern, insbesondere in der Prüfungsphase. Dafür gibt es seit einigen Semestern sogar extra Lernwochenenden.

Allerdings war konzentriertes Lernen im St. Pauli-Stift bislang nicht so einfach möglich: Im Wohnzimmer und Esszimmer ist häufig zu viel Tumult und das Paterzimmer wurde zuletzt vor allem als Abstellkammer genutzt. Daher hat der Pfarrgemeinderat (PGR) im November bei seinem Wochenende in Struppen beschlossen, das ehemalige Paterzimmer (oder auch Referentenzimmer) zu einer Lernoase aufzuwerten. Beim 1. Lernwochenende im Februar 2026 konnte die neue Lernoase bereits eingeweiht werden!

Was ist beim Bau der Lernoase alles passiert? Die kaum genutzten Schreibtische wurden ausgeräumt und durch einen maßgefertigten, hochwertigen Schreibtisch entlang der Wand ersetzt. Gebaut wurde der neue Schreibtisch von unseren Holzexperten und Struppengeist Linus sowie vielen Helfenden. Neben einer komfortablen Arbeitsfläche ist optimale Beleuchtung wichtig für eine angenehme Arbeitsatmosphäre: Daher hat sich Florian in die "LED-Wissenschaften" eingearbeitet und die Beleuchtung grundlegend erneuert. Darüber hinaus wurde der Raum neu dekoriert, die Bettbezüge durch neue ersetzt und der Schrank aufgeräumt.

Wir freuen uns sehr, dass das St. Pauli-Stift jetzt auch hochwertige Arbeitsmöglichkeiten bietet und damit ein Stück "professioneller" wird. Danke an alle, die bei der Ideensammlung und dem Bau mitgeholfen haben. Bis zum nächsten Lernwochenende!

Termine & Struppenplan

Über das Haus

Struppen ist eine Ortschaft am Rande der sächsischen Schweiz, die um die 2500 Einwohner zählt. Wichtig für KSGler:innen ist sie deshalb, weil hier das St.-Pauli-Stift, das Struppenhaus, steht: Ein Selbstversorgerhaus, das der KSG vom Bistum überlassen wurde mit der Bedingung, es instandzuhalten.

In dieses Haus haben schon viele KSGenerationen einige Arbeit hineingesteckt - und auch jetzt noch gibt es immer wieder was zu tun. Deshalb hat die KSG auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Haus und an jedem Wochenende fahren andere Arbeits- und Fachkreise "raus", um am Haus zu werkeln; aber natürlich auch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vom Studienalltag abzuschalten. Der Samstagvormittag wird dann meistens von diesen Arbeiten in Anspruch genommen, und die Struppengeister kümmern sich darum, dass jeder weiß, was gerade zu tun ist.

Daneben birgt das Struppenhaus einigen Komfort. So finden sich dort insgesamt drei Schlafräume, ein Bad mit zwei Duschen sowie ein kleines, aber feines Wohnzimmer, das nicht an Gemütlichkeit spart. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Esszimmer und das Herzstück des Hauses, die Kapelle. An den Samstagen kommt der Studierendenpfarrer abends nach Struppen und hält mit den gerade Anwesenden die Vorabendmesse - so bleibt der Stress aus, am Sonntagmorgen nach Dresden zu hetzen. Etwas Besonderes ist auch der große Garten mit Lagerfeuerplatz unten am Bach, der gemütliche Sommerabende verspricht.

Wie kommt man aber nun an diesen Ort der Idylle? Der Weg nach Struppen beginnt für die meisten mit einer S-Bahn-Fahrt bis nach Obervogelgesang. Von dort aus ist es noch ein halbstündiger Fußmarsch, bis man ins Wochenende eintauchen und die Abgeschiedenheit von Struppen genießen kann. Eine kleine Tour, für die man lieber die Kraxe statt des praktischen Trollis packen und auf alles Unnötige verzichten sollte. 
Spielt das Wetter mit, darf man es sich nicht nehmen lassen, gemütlich oder mit Aussicht auf einen neuen Zeitrekord den Elberadweg mit dem Fahrrad zu befahren, um nach Struppen zu gelangen!
 

Anfahrt

Adresse:
St. Pauli in Struppen
Südstraße 29, 01796 Struppen

Auto:
B172 bis Krietzschwitz (hinter Pirna), links abbiegen nach Struppen

Fahrrad:
Elberadweg bis "Obervogelgesang"

S-Bahn:
Linie S1 (Richtung Schöna) bis Bahnhof "Obervogelgesang"
Verbindungsauskunft

Bauprojekte

Am Haus gibt es seit jeher viel zu tun. Die verschiedenen Studierendengenerationen investierten viel Zeit und Kraft darin, sodass mit sehr viel Eigenleistung auch große Projekte wie der Neubau der großen Stützmauer Ende der 80er Jahre oder der Dachbodenausbau Anfang der 2000er umgesetzt werden konnten. Projekte der letzten Zeit waren schließlich die gründliche Sanierung von Küche, Speise- und Paterzimmer.

Projekt Außengelände

Im Jahr 2015 wurde klar, dass ein neues, umfangreiches Projekt anstehen würde. Die Gemeinde Struppen baute aufgrund einer veränderten Rechtslage einen neuen Schmutzwasserkanal für die Häuser an der oberen Südstraße. Das bedeutete, dass unsere Abwasserleitungen dort eingebunden werden mussten. Ein tiefer Eingriff in die Wege am Haus war damit unumgänglich, sodass sich eine grundlegende Überarbeitung des Außengeländes anbot. Die Planung dafür erstreckten sich über etwa ein halbes Jahr.

Die Planung enthielt nicht nur den Rückbau der alten Entwässerungsanlage und den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, es wurden auch weitere Medien erneuert: Die alten Elektroleitungen für Terrasse und Bungalow, der Gasanschluss und die Trinkwasserleitung. Anschließend wurden alle Wege und Treppen am Haus von Grund auf neu gestaltet. Durch die Neuanlage der Terrasse sollten Nutzbarkeit und Ästhetik der Außenanlagen deutlich gesteigert und den heutigen Begebenheiten angepasst werden.

Der Start der Bauaktivitäten fand im April 2016 mit dem Abbruch der betonierten Wege, Treppen und Rampen statt. Anschließend wurden die Abwasserleitungen verlegt und die Kellerwand an der Nordseite abgedichtet. Erste Zeichen des Wiederaufbaus der Terrasse zeigten sich auch: Die Entwässerungsrinne und die ersten Einfassungen wurden gesetzt. Ein Schacht quer über Terrasse und Wiese diente der Erneuerung der Gasleitung. Ebenfalls 2016 wurden erste Fundamente für die neuen Stützmauern hergestellt.

Das Baujahr 2017 stand ganz im Zeichen des Mauerbaus: Wir haben insgesamt 9 Sandsteinmauern hochgezogen, zwei davon der Stabilität wegen mit einer Betonrückschale. Auch haben wir begonnen die Trockenmauer an der Einfahrt abzubauen und dort die neuen Einfassungen zu setzen. Direkt angrenzend wurde das Rosenbeet angelegt und bepflanzt. Im Verlauf des Jahres konnte die Wiederherstellung der Terrasse erreicht werden, eine neue Rampe führt nun zur Einfahrt.

Grünflächen waren das Motto für das erste Halbjahr des Jahres 2018. Die Wiese wurde mit reichlich Mutterboden neu eingeebnet und eingesät. Auch die neue Beetfläche wurde schick gemacht. Dazu wurden mit recycelten Sandsteinen Terrassen angelegt, in die möglichst robuste Pflanzen gesetzt wurden. Im September wurde eine neue Wasserleitung bis an die Grundstücksgrenze gelegt und die neuen Treppenstufen eingebaut. Nachdem der Untergrund entsprechend hergerichtet war, konnten wir die Pflasterarbeiten durchführen.  Mit dem Abrütteln im November war schließlich der Projektabschluss geschafft.