Das Sankt-Pauli-Stift, unser Wochenendhaus in Struppen
Neues aus Struppen
Erster Meilenstein 2026: Die neue Lernoase ist fertig!
von Florian Gau
Normalerweise zählt Lernen nicht zu den beliebtesten Dingen, die man tut, wenn die Eltern nicht zu Hause sind. Anders ist das in der KSG: Da verlässt der Pater die KSG im Sommer 2025 und den KSGlern fällt nichts Besseres ein, als in Struppen mehr für die Uni zu lernen. Spaß beseite: Bei den Gemeindeabenden im Sommersemester 2025 zur Zukunft des St. Pauli-Stifts wurde häufig der Wunsch geäußert, Freizeit in Struppen stärker mit Studieren zu verbinden. So lassen sich die Belegungszahlen vom St. Pauli-Stift (wieder) steigern, insbesondere in der Prüfungsphase. Dafür gibt es seit einigen Semestern sogar extra Lernwochenenden.
Allerdings war konzentriertes Lernen im St. Pauli-Stift bislang nicht so einfach möglich: Im Wohnzimmer und Esszimmer ist häufig zu viel Tumult und das Paterzimmer wurde zuletzt vor allem als Abstellkammer genutzt. Daher hat der Pfarrgemeinderat (PGR) im November bei seinem Wochenende in Struppen beschlossen, das ehemalige Paterzimmer (oder auch Referentenzimmer) zu einer Lernoase aufzuwerten. Beim 1. Lernwochenende im Februar 2026 konnte die neue Lernoase bereits eingeweiht werden!
Was ist beim Bau der Lernoase alles passiert? Die kaum genutzten Schreibtische wurden ausgeräumt und durch einen maßgefertigten, hochwertigen Schreibtisch entlang der Wand ersetzt. Gebaut wurde der neue Schreibtisch von unseren Holzexperten und Struppengeist Linus sowie vielen Helfenden. Neben einer komfortablen Arbeitsfläche ist optimale Beleuchtung wichtig für eine angenehme Arbeitsatmosphäre: Daher hat sich Florian in die "LED-Wissenschaften" eingearbeitet und die Beleuchtung grundlegend erneuert. Darüber hinaus wurde der Raum neu dekoriert, die Bettbezüge durch neue ersetzt und der Schrank aufgeräumt.
Wir freuen uns sehr, dass das St. Pauli-Stift jetzt auch hochwertige Arbeitsmöglichkeiten bietet und damit ein Stück "professioneller" wird. Danke an alle, die bei der Ideensammlung und dem Bau mitgeholfen haben. Bis zum nächsten Lernwochenende!
Winter in Struppen: Bierkreis, Bauen und Rodeln
von Florian Gau
Beim berühmt-berüchtigten Struppenwochenende des Bierkreises St. Laurentius durften alle herrliches Winterwetter genießen. Bei zwar kalten Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein wurden die Schlitten aus dem "Sommerschlaf" aufgeweckt. Noch ein bisschen die Kufen mit Wachs polieren, und los geht´s!
Man munkelt sogar, dass Einzelne ein Eisbad im Schnee genossen haben.
Vom Kind zum Baumeister - in Struppen ist alles möglich!
Nach einigen fröhlichen Schlittenrunden warteten Dübel, Schrauben und PVC-Fußboden darauf, in ihr neues Zuhause eingebaut zu werden. Im Farbenkeller ist nun der neue, rote Fußboden verlegt (Bilder folgen). Die ersten Bretter für die Bar sind auch eingebaut. Jetzt fehlt nur noch die passende Beleuchtung und der Farbenkeller ist bereit für seine erste Party.
Im ehemaligen "Paterzimmer" begann der Umbau zu einer "Lernoase": Gründliche Fußbodenreinigung [Anmerkung des Autors: Da fragt man sich schon manchmal, was in diesem Zimmer in den letzten Jahren passiert ist....], neue Lampen für eine angenehmere Atmosphäre und der Bau des Schreibtischs standen auf dem Programm.
Bei den vergangenen Gemeindeabenden zur Zukunft des St. Pauli-Stifts hat sich herauskristallisiert, dass viele KSGler:innen gerne mehr in Struppen lernen würden. Ziel ist daher, bis zu den beiden Lernwochenenden im Februar die "Lernoase" fertigzustellen. "Lernoase" ist dabei bislang ein Arbeitstitel, kreative Vorschläge zur Umbennenung des bisherigen Pater-/ Referentenzimmers werden gerne entgegengenommen.
Was steht 2026 im St. Pauli-Stift an?
Nachdem in den letzten Jahren viel im Außengelände investiert und gebaut wurde, halten wir eine Renovierung des Wohnzimmers und des Badezimmers im 1. OG für sinnvoll. Gerade die Wohnzimmerrenovierung wird ein großes Projekt, bei der die aktive KSG auf Unterstützung angewiesen ist. Angesichts des fehlenden Seelsorgers ist die "Arbeitsbelastung" der KSGler zurzeit ohnehin recht groß, die Bauprojekte halten wir dennoch für wichtig und machbar.
Hauptsächlich werden die Renovierungsarbeiten während der Bauwoche (22.-29. Mai 2026) stattfinden - Unterstütung gerne willkommen! :)
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Über das Haus
Struppen ist eine Ortschaft am Rande der sächsischen Schweiz, die um die 2500 Einwohner zählt. Wichtig für KSGler:innen ist sie deshalb, weil hier das St.-Pauli-Stift, das Struppenhaus, steht: Ein Selbstversorgerhaus, das der KSG vom Bistum überlassen wurde mit der Bedingung, es instandzuhalten.
In dieses Haus haben schon viele KSGenerationen einige Arbeit hineingesteckt - und auch jetzt noch gibt es immer wieder was zu tun. Deshalb hat die KSG auch einen ganz persönlichen Bezug zu dem Haus und an jedem Wochenende fahren andere Arbeits- und Fachkreise "raus", um am Haus zu werkeln; aber natürlich auch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und vom Studienalltag abzuschalten. Der Samstagvormittag wird dann meistens von diesen Arbeiten in Anspruch genommen, und die Struppengeister kümmern sich darum, dass jeder weiß, was gerade zu tun ist.
Daneben birgt das Struppenhaus einigen Komfort. So finden sich dort insgesamt drei Schlafräume, ein Bad mit zwei Duschen sowie ein kleines, aber feines Wohnzimmer, das nicht an Gemütlichkeit spart. Im Erdgeschoss befinden sich Küche und Esszimmer und das Herzstück des Hauses, die Kapelle. An den Samstagen kommt der Studierendenpfarrer abends nach Struppen und hält mit den gerade Anwesenden die Vorabendmesse - so bleibt der Stress aus, am Sonntagmorgen nach Dresden zu hetzen. Etwas Besonderes ist auch der große Garten mit Lagerfeuerplatz unten am Bach, der gemütliche Sommerabende verspricht.
Wie kommt man aber nun an diesen Ort der Idylle? Der Weg nach Struppen beginnt für die meisten mit einer S-Bahn-Fahrt bis nach Obervogelgesang. Von dort aus ist es noch ein halbstündiger Fußmarsch, bis man ins Wochenende eintauchen und die Abgeschiedenheit von Struppen genießen kann. Eine kleine Tour, für die man lieber die Kraxe statt des praktischen Trollis packen und auf alles Unnötige verzichten sollte.
Spielt das Wetter mit, darf man es sich nicht nehmen lassen, gemütlich oder mit Aussicht auf einen neuen Zeitrekord den Elberadweg mit dem Fahrrad zu befahren, um nach Struppen zu gelangen!
Anfahrt
Adresse:
St. Pauli in Struppen
Südstraße 29, 01796 Struppen
ÖPNV (S-Bahn):
Am bequemsten ist die Anreise per S-Bahn. Die S1 fährt alle 30 Minuten bis Mitternacht von Dresden nach "Obervogelgesang" (Richtung Bad Schandau/ Schöna). Vom Bahnhof Obervogelgesang sind es noch ca. 25 Min. Fußweg (1,9 km) bis zum St. Pauli-Stift (siehe Grafik).
Verbindungsauskunft
ÖPNV (Bus):
Von Pirna fährt die Buslinie 241 nach Struppen (ca. 15 Min. Fahrzeit). Die nächstgelegene Haltestelle ist "Struppen Sportplatz". Von dort sind es noch ca. 5 Min. Fußweg bis zum St. Pauli-Stift. Diese Buslinie eignet sich auch für Ausflüge nach Bad Schandau oder in die Sächsische Schweiz, allerdings verkehrt sie nur bis ca. 19:00 Uhr sowie am Wochenende zweistündlich.
Fahrrad:
Elberadweg bis "Obervogelgesang", dann entlang der Südstraße bis zum St. Pauli-Stift (ca. 30 km, dauert 1,5-2 h)
Auto:
A17 Richtung Prag, dann auf die Umgehungsstraße Pirna (B172) bis Krietzschwitz; links abbiegen nach Struppen
Bauprojekte
Am Haus gibt es seit jeher viel zu tun. Die verschiedenen Studierendengenerationen investierten viel Zeit und Kraft darin, sodass mit sehr viel Eigenleistung auch große Projekte wie der Neubau der großen Stützmauer Ende der 80er Jahre oder der Dachbodenausbau Anfang der 2000er umgesetzt werden konnten. Projekte der letzten Zeit waren schließlich die gründliche Sanierung von Küche, Speise- und Paterzimmer.
Wohnzimmerrenovierung 2026
Das Mega-Bauprojekt der KSG Dresden im Jahr 2026 war die Renovierung des Wohnzimmers im St. Pauli-Stift. Klingt gar nicht so umfangreich? Das dachten wir auch! Neben dem Wohzimmer wurden allerdings auch Erneuerungen der Elektrik im Bad vorgenommen, inkl. Verputzen, neuer Decke etc. Alle Maßnahmen sollten sowohl kostengünstig, aber auch nachhaltig sein und dennoch eine langfristig sinnvolle Investition darstellen.
Was geschah alles im Wohnzimmer?
- Komplett neue Elektrik: Da die bislang verbauten Stromleitungen nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprachen, haben wir im gesamten Wohnzimmer neue Leitungen gezogen und neue Steckdosen an optimierten Standorten eingebaut. Außerdem wurde ein extra Anschluss zum Balkon mitgedacht, z.B. für ein zukünftiges Balkonkraftwerk (PV-Anlage).
- Renovierung der Wände und Decken: Alle Wände mussten nach dem Verlegen der Leitungen verputzt und tapziert werden. Das war Hauptaufgabe bei der Bauwoche, wo wir in die Rolle von Maurer, Maler und co schlüpfen konnten. Auch wenn keiner von uns wirklich wusste, wie das Tapezieren funktioniert, hat die Künstliche und Schwarmintelligenz das Tapzieren möglich gemacht! Viele fleißige Hände haben stundenlang beim Bauen mitgeholfen.
- Indirekte LED-Beleuchtung: Beleuchtung ist mit der wichtigste Baustein für eine angenehme Raumatmosphäre. Daher haben wir uns für eine abgesenkte Decke mit indirekter LED-Beleuchtung entschieden.
- Neuer Boden: Aus Gründen der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit haben wir uns für einen Lenoleumboden entschieden. Dieser wurde professionell von einem Bodenleger eingebaut.
- "Refurbished" Mobiliar: Was man heutzutage als nachhaltiges "Upcycling", "Refurbishing" oder einfach nur Erneuerung bezeichnet, haben wir mit den Möbeln gemacht. Alle Stühle bekamen frische, dem KSG-Design entsprechende gelbe Sitzbezüge. Zudem wurde das Sofa dank einer privaten Spende durch ein gutes gebrauchtes ersetzt.
- Ausstattung: An einzelnen Stellen wurden auch die Ausstattungselemente verändert oder neu platziert. So gibt es nun fest montierte Lautsprecher und auch einen Beamer analog zur KSG-Wohnung.
Insgesamt finden wir das neue Wohnzimmer sehr gelungen - was nur dank vieler helfender Hende möglich war. Danke dafür! Besonders unser Struppengeist Linus hat hier viel Zeit und Herzensblut investiert. Danke auch an die Unterstützung vonseiten der Philister:innen, ohne deren finanzielle und tatkräftige Unterstützung das Projekt nicht in dem Umfang möglich gewesen wäre.
Projekt Außengelände
Im Jahr 2015 wurde klar, dass ein neues, umfangreiches Projekt anstehen würde. Die Gemeinde Struppen baute aufgrund einer veränderten Rechtslage einen neuen Schmutzwasserkanal für die Häuser an der oberen Südstraße. Das bedeutete, dass unsere Abwasserleitungen dort eingebunden werden mussten. Ein tiefer Eingriff in die Wege am Haus war damit unumgänglich, sodass sich eine grundlegende Überarbeitung des Außengeländes anbot. Die Planung dafür erstreckten sich über etwa ein halbes Jahr.
Die Planung enthielt nicht nur den Rückbau der alten Entwässerungsanlage und den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, es wurden auch weitere Medien erneuert: Die alten Elektroleitungen für Terrasse und Bungalow, der Gasanschluss und die Trinkwasserleitung. Anschließend wurden alle Wege und Treppen am Haus von Grund auf neu gestaltet. Durch die Neuanlage der Terrasse sollten Nutzbarkeit und Ästhetik der Außenanlagen deutlich gesteigert und den heutigen Begebenheiten angepasst werden.
Der Start der Bauaktivitäten fand im April 2016 mit dem Abbruch der betonierten Wege, Treppen und Rampen statt. Anschließend wurden die Abwasserleitungen verlegt und die Kellerwand an der Nordseite abgedichtet. Erste Zeichen des Wiederaufbaus der Terrasse zeigten sich auch: Die Entwässerungsrinne und die ersten Einfassungen wurden gesetzt. Ein Schacht quer über Terrasse und Wiese diente der Erneuerung der Gasleitung. Ebenfalls 2016 wurden erste Fundamente für die neuen Stützmauern hergestellt.
Das Baujahr 2017 stand ganz im Zeichen des Mauerbaus: Wir haben insgesamt 9 Sandsteinmauern hochgezogen, zwei davon der Stabilität wegen mit einer Betonrückschale. Auch haben wir begonnen die Trockenmauer an der Einfahrt abzubauen und dort die neuen Einfassungen zu setzen. Direkt angrenzend wurde das Rosenbeet angelegt und bepflanzt. Im Verlauf des Jahres konnte die Wiederherstellung der Terrasse erreicht werden, eine neue Rampe führt nun zur Einfahrt.
Grünflächen waren das Motto für das erste Halbjahr des Jahres 2018. Die Wiese wurde mit reichlich Mutterboden neu eingeebnet und eingesät. Auch die neue Beetfläche wurde schick gemacht. Dazu wurden mit recycelten Sandsteinen Terrassen angelegt, in die möglichst robuste Pflanzen gesetzt wurden. Im September wurde eine neue Wasserleitung bis an die Grundstücksgrenze gelegt und die neuen Treppenstufen eingebaut. Nachdem der Untergrund entsprechend hergerichtet war, konnten wir die Pflasterarbeiten durchführen. Mit dem Abrütteln im November war schließlich der Projektabschluss geschafft.